"Fantastische Gewandung schneidern" - Das Buch

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Beutel

Einen Beutel zu besitzen ist immer gut, denn darin lassen sich je nach Größe all die "neuzeitlichen" Dinge verstecken, die wir so bei uns tragen.
Beutel sind im Grunde für jede Schicht geeignet, die Exklusivität des Beutels ergibt sich aus der Materialwahl.
Bitte lest Euch diese Anleitung bis zum Ende durch, bevor Ihr Euch an Stoffkauf und Verarbeitung macht!
Ein Klick auf die Bilder bringt Euch (in den meisten Fällen) zu einer größeren Version der Zeichnung.

Beutel Nummer 1

Material:
Im Grunde ist jedes Material möglich, von Leder über Leinen, Wollstoffe, Baumwolle und auch Seide.
Bitte beachtet beim Nähen von Leder die Bedienungsanleitung Eurer Nähmaschine.

Zuschneiden:
Je nach Verwendungszweck des Beutels (Geldbeutelchen, Talismanbeutel, "Handtasche" ;-) sucht Ihr Euch einen runden Gegenstand (z.B. eine Untertasse hat sich als gutes Maß für ein Geldbeutelchen erwiesen) und zeichnet diesen Kreis auf Euer Material.

Verarbeitung:
Wenn Ihr den Beutel aus Leder macht, braucht Ihr eigentlich nur noch Löcher am Rand machen. Entweder mit einer Lochzange oder bei dünneren Leder geht das auch mit dem Locher aus dem Büro (weiß jeder, was gemeint ist?). Oder Ihr bittet Euren ortsansässigen Schuster darum.
Achtet darauf, dass Ihr eine grade Anzahl an Löchern macht.
Nun könnt ihr ein Band (Leder, Kordel, ...) durch die Löcher ziehen, der Einfachheit halber so, das beide Enden des Bandes auf der Außenseite des Beutels aus einem Loch kommen. Das Band sollte so lang sein, dass der Beutel ganz ausgebreitet werden kann, mindestens aber so lang, dass Ihr Eure Hand in den Beutel bekommt. Die Enden des Bandes verknoten, damits nicht aus den Löchern rutscht.

Wenn Ihr den Beutel aus Stoff machen wollt, müssen die Schnittkanten versäubert werden. Da es eine aufwendige und mühsame Arbeit ist, die vielen kleinen Löcher von Hand zu nähen, sollte man überlegen, ob es eventuell besser ist, den Beutel zu füttern und im Futter einen Tunnelzug einzuarbeiten. Achtung! Der Tunnelzug geht auf Kosten der Füllmenge des Beutels, also am Besten den Beutel noch ein paar Zentimeter größer zuschneiden.
Dazu schneidet Ihr den Beutel zweimal aus, einmal aus dem Oberstoff und einmal aus dem Futterstoff, legt die beiden Teile rechts auf rechts (also Außenseite auf Außenseite) aufeinander und vernäht und versäubert die Schnittkanten. Lasst aber ein kleines Stück der Naht offen und stülpt den Beutel durch dieses Loch um.
Nun schneidet ein kleines Loch nah am Rand in den Oberstoff und versäubert die Kanten von Hand.
Wenn das Loch fertig ist, steppt Ihr ziemlich nah am Loch entlang (siehe Skizze 2, die weiß-gestrichelte Linie) einen Tunnel durch Futter und Oberstoff. Jetzt könnt Ihr Euer Band durch den Tunnel ziehen, stecht dazu mit einer Sicherheitsnadel durch den Anfang des Bandes und führt die Sicherheitsnadel durch den Tunnel, bis Ihr wieder aus dem Loch heraus seid.

Um zu verhindern, dass Euer Band auf Nimmerwiedersehen im Tunnel verschwindet, könnt Ihr einen "Stopper" basteln, z.B. aus Leder o.ä. Schneidet ein kleines Oval (ca. 5 cm breit und 2 cm hoch, je nach Band) und macht zwei Löcher in dieses Stück. Führt nun durch je ein Loch ein Ende des Bandes und verknotet es dann. Nun kann das Band nicht mehr in den Tunnel rutschen.

Beutel Nummer 2

Material:
Im Grunde ist jedes Material möglich, von Leder über Leinen, Wollstoffe, Baumwolle und auch Seide.
Bitte beachtet beim Nähen von Leder die Bedienungsanleitung Eurer Nähmaschine.

Zuschneiden:
Je nach gewünschter Größe die dargestellten Schnittteile zuschneiden, das halbrunde 2 mal zuschneiden. Als Anhaltspunkt: mein Beutel hat folgende Maße:
halbrundes Teil --> 18 cm breit, 20 cm hoch rechteckiges Teil --> 8 cm breit, 50 cm hoch. Die blau markierten Schnittlinien sollten identisch sein, ansonsten wird später alles, was irgendwie übersteht, abgeschnitten ;-)

Verarbeitung:
Legt den rechteckigen Stoffstreifen rechts auf rechts auf ein halbrundes Teil und fangt an, die blau markierten Linien miteinander zu vernähen. Das ist, besonders in der Rundung, ein wenig schwierig, sollte aber noch zu schaffen sein. Das Gleiche macht Ihr jetzt mit dem zweiten halbrunden Teil, hierbei wirds noch ein wenig schwieriger, weil ja schon ein halbrundes angenäht wurde. Nach dem Zusammennähen wie immer versäubern.
Wenn Ihr das geschafft habt, ist der Beutel schon so gut wie fertig, nun nur noch die obere Kante versäubern, ca. 2 - 3 cm nach innen umschlagen und ansteppen (dabei ein kleines Stück der Naht offen lassen für das Band).

Jetzt könnt Ihr mit Hilfe einer Sicherheitsnadel (siehe Beutel 1) ein Band in den Tunnel einziehen und der Beutel ist fertig!

Beutel Nummer 3

Material:
Im Grunde ist jedes Material möglich, von Leder über Leinen, Wollstoffe, Baumwolle und auch Seide.
Bitte beachtet beim Nähen von Leder die Bedienungsanleitung Eurer Nähmaschine.

Zuschneiden:
Das dargestellte Schnittteil zuschneiden, die blaue Linie markiert den Stoffbruch. Als Anhaltspunkt: mein Beutel hat folgende Maße: ca. 16 cm breit und 25 cm hoch.

Verarbeitung:
Ein absolutes Anfängerstück: an den grünen Linien vernähen und versäubern.
Wenn Ihr das geschafft habt, ist der Beutel schon so gut wie fertig, nun nur noch die obere Kante versäubern, ca. 2 - 3 cm nach innen umschlagen und ansteppen (dabei ein kleines Stück der Naht offen lassen für das Band).

Jetzt könnt Ihr mit Hilfe einer Sicherheitsnadel (siehe Beutel 1) ein Band in den Tunnel einziehen und der Beutel ist fertig!

Beutel Nummer 4

Material:
Für diesen Beutel eignet sich eher Stoff, Leder geht auch, sollte dann aber eher von dünner Qualität sein.
Bitte beachtet beim Nähen von Leder die Bedienungsanleitung Eurer Nähmaschine.

Zuschneiden:
Je nach gewünschter Größe die dargestellten Schnittteile zuschneiden. Der Kreis entspricht dem Bodenumfang des Beutels, die grüne Linie der Höhe. Hier ist zu beachten, dass die blaue Linie am Rechteck ca. 1-2 cm größer sein sollte als der Kreisumfang.

Verarbeitung:
Legt den rechteckigen Stoffstreifen rechts auf rechts auf den Kreis und fangt an, die blau markierte Linie mit der Kante des Kreises zu vernähen. Das ist ein wenig schwierig, aber wir geben ja jetzt nicht auf, oder? Dabei solltet Ihr darauf achten, das jeweils am Anfang und am Ende der Naht ein kleines Stück des Rechtecks übersteht, also nicht angenäht ist.
Den überstehenden Rand des Rechtecks jetzt ebenfalls vernähen und versäubern (wir versäubern immer alle Nähte, auch wenn ich mal vergesse, es zu erwähnen).
Wenn Ihr das geschafft habt, ist der Beutel schon so gut wie fertig, nun nur noch die obere Kante versäubern, ca. 2 - 3 cm nach innen umschlagen und ansteppen (dabei ein kleines Stück der Naht offen lassen für das Band).

Jetzt könnt Ihr mit Hilfe einer Sicherheitsnadel (siehe Beutel 1) ein Band in den Tunnel einziehen und der Beutel ist fertig!

Nähen

Hier lernt Ihr die Grundlagen, die Ihr für die ersten Gewänder braucht.

Anleitungen

Hier findet Ihr die Anleitungen und Schnittmuster.

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