"Fantastische Gewandung schneidern" - Das Buch

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Bilder-Nähkurs Belege

Mit einem Beleg (oder auch Besatz) können Schnittkanten wie Hals- oder Armausschnitte verstürzt werden. Der Beleg wird genau wie die zu verstürzende Schnittkante zugeschnitten. Das Einnähen der Belege sollte man immer vor dem eigentlichen Zusammennähen machen.

Beleg Zeichnung 1

Im ersten Bild seht Ihr, wie der Beleg zugeschnitten wird. Die innere Schnittkante ist identisch mit der Schnittkante, die verstürzt werden soll (hier schwarz dargestellt), die äußere Schnittkante (hier rot dargestellt) ist sozusagen eine Verbreiterung der inneren Schnittkante.

Hier wird einmal ein Beleg für einen Halsausschnitt mit Schlitz dargestellt und der Beleg für einen Armausschnitt. Belege können aber an jede beliebige Schnittkante angepasst werden.

Der Beleg kann dem gleichen Stoff zugeschnitten werden wie das eigentliche Schnitteil, aber auch aus einem anderen Stoff oder in einer anderen Farbe gearbeitet werden.

Legt den Beleg deckend auf die Außenseite des Schnittteils und steckt die Kanten mit Stecknadeln fest. Die inneren Schnittkanten müssen ziemlich genau aufeinander liegen.

Beleg Zeichnung 2

Nun wird der Beleg entlang der inneren Schnittkante am Oberstoff festgenäht (blaue, gestrichelte Linie). Die Nahtzugabe wird mit einem Zick-Zack-Stich versäubert. Damit wir das Ganze später umklappen können, müssen am Beginn des Schlitzes die Ecken abgeschnitten und unten in der Spitze des Schlitzes die Winkel eingeschnitten werden. Eine Grafik dazu seht Ihr, wenn Ihr auf das zweite Bild rechts klickt. Die Abschnitte bzw. Einschnitte sind durch grüne Linien kenntlich gemacht.

Jetzt kann der Beleg schon nach innen umgeklappt werden. Bevor es weitergeht, solltet Ihr die Naht flachbügeln. Beachtet die Bügeltemperatur für Euren Stoff.

Beim Flachbügeln müsst Ihr darauf achten, dass Ihr genau an der Naht entlang bügelt.

Auf Bild 3 seht Ihr den aktuellen Stand: Die Naht (blaue Linie) ist zwischen den beiden Stofflagen "eingeklemmt". Ihr müsst so bügeln, dass direkt nach Eurer "blauen Linie" der Stoff umklappt, nicht, wie es dargestellt ist, erst etwas später!

Wenn die umgeklappte Kante flachgebügelt ist, kann man nochmal über die neue, verstürzte Kante steppen. Dazu einfach mit einem Gradstich knappkantig (ca. 1mm) an der Bruchkante entlangsteppen (Bild 4). Hier ist die blaue Linie die Naht, die nun zwischen Oberstoff und Beleg "eingeklemmt" ist.

Die rote Linie ist die Steppnaht. Diese Steppnaht kann auch weggelassen werden, aber es erleichtert die weitere Verarbeitung, weil der Beleg nicht einfach wieder umklappen kann.

Beleg Zeichnung 4

Nun müssen alle Schnittkanten, die noch nicht vernäht sind, versäubert werden. Wenn die Schnittkanten versäubert sind, kann der Beleg an der Innenseite des Gewandes festgenäht werden. Diese Naht wird zwischen die Steppnaht (rote Linie) und die Zick-Zack-Naht an der Schnittkante gesetzt. Diese Steppnaht sollte allerdings so nah wie möglich an der Zick-Zack-Naht liegen, damit nichts vom Beleg sichtbar wird, wenn er mal umklappt. Entweder macht Ihr die Naht mit dem Gradstich oder von Hand mit einem Staffierstich.

Der Staffierstich wird schräg über die Stofflagen ausgeführt und sticht normal in den Beleg-Stoff ein. Vom Oberstoff wird allerdings nur ein Gewebefaden auf die Nadel aufgenommen. Wenn Ihr dazu ein Nähgarn verwendet, dass der Farbe des Oberstoffes sehr ähnlich ist, ist dieser Stich von der Außenseite später so gut wie unsichtbar. Das ist natürlich vorteilhaft, wenn Ihr eine "authentische" Darstellung anstrebt.

Nähen

Hier lernt Ihr die Grundlagen, die Ihr für die ersten Gewänder braucht.

Anleitungen

Hier findet Ihr die Anleitungen und Schnittmuster.

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