"Fantastische Gewandung schneidern" - Das Buch

Viele neue Schnittmuster und Anleitungen von der Gewandnäherin in Buchform. Mehr…

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Bilder von selbstgenähten Gewändern der User von www.gewandnaeherin.de Mehr…

 

Grundlagen

Werkzeuge
Schnittmuster
Nähstiche und Nähte
Zuschnitt

Werkzeuge

Materialien und Werkzeuge, die Ihr auf jeden Fall haben solltet:

  • Nähmaschine und / oder Nähnadeln
  • Nähgarn in der Farbe des Stoffes
  • Scheren (Stoffschere nur für Stoff verwenden,normale Schere zum Fäden abschneiden, ev. eine Papierschere für die Schnittmuster)
  • flexibles Maßband und Lineal bw. eine schmale Holzleiste, mit der man lange Geraden auf den Schnitten einzeichnen kann
  • Schnittmusterpapier, Pack- oder Zeitungspapier für die Schnittmuster
  • einen weichen Bleistift oder einen anderen Stift zum Aufzeichnen der Schnittmuster
  • Stecknadeln zum Feststecken der Schnittteile aneinander
  • Schneiderkreide oder z.B. einen weichen "Tafelstift" (also einen weichen, weißen Buntstift) zum Übertragen der Schnittmuster auf den Stoff

Materialien und Werkzeuge, die man nicht unbedingt gleich braucht, die aber nicht verkehrt sind:

  • Nahttrenner - damit lassen sich Nähte schnell auftrennen, wenn man den Trick raushat
  • ausreichend Spulen für den Unterfaden (welche Spulen Ihr braucht, steht in der Bedienungsanleitung der Maschine)
  • Zick-Zack-Schere - damit lassen sich besonders dicke Stoffe wie Wollstoffe oder Fleece klasse versäubern ohne Nähmaschine
  • Kopierrädchen - kann man manchmal doch brauchen um Linien zu übertragen
  • Einfädelhilfe - die ist meistens in Nähnadel-Sets drin
  • Fingerhut - besonders zum Nähen von dicken Stoffen oder Leder
  • eine "Schnittmusterunterlage" - das ist eine große Pappe mit 2 x 2 cm Raster und verschiedenen Linien, die kann man aber nur gebrauchen, wenn man durchsichtiges Papier für die Schnittmuster verwendet
  • Schneiderpuppe - früher oder später will man eine haben
  • Bügeleisen - man braucht es nich zwingend, aber es ist keinesfalls verkehrt, eins im Haus zu haben
  • Magnet - und zwar einen großen für die Stecknadeln, denn dann braucht man den Blick nicht von der Näherei abwenden und findet vor allem auch heruntergefallene Stecknadeln wieder ;-)

Für den Anfang bietet "Näh-Sets" eine gute Grundausrüstung, da sind Nadeln drin, verschiedene Nähgarne, oft auch ein Fingerhut und ein Maßband.

Schnittmuster

Das Schnittmuster ist sozusagen der Fahrplan des Kleidungsstücks. Damit das Gewand später gut passt und richtig sitz, muss beim Erstellen des Schnittmusters genau gearbeitet werden.
Das Papier für ein Schnittmuster sollte reißfest und nach Möglichkeit unbedruckt sein. Am Anfang geht natürlich auch Zeitungspapier, allerdings erschwert der Druck die Beschriftung und die Druckerschwärze kann auf den Stoff abfärben. Besser ist auf jeden Fall Packpapier oder "Papiertischdecken" von der Rolle. Papiertischdecken haben den Vorteil, dass es diese oft in breiteren Formaten gibt als Packpaier.
Das Schönste (und teuerste) ist natürlich richtiges Schnittmusterpapier. Schnittmusterpapier ist relativ dünn und durchscheinend, das erleichtert das Kopieren von Schnittlinien von anderen Schnittmustern.
Wer Glück, Vitamin B oder eine Papierfabrik in der Nähe hat, kann versuchen, günstig an das Rohmaterial von Butterbrotspapier ranzukommen. Ich habe eine Fabrikationsrolle davon (ich schätze, da sind 500 oder 1000 Meter drauf), die einen Wasserschaden vom Transport hat und das Papier ist echt klasse!
Zum Aufzeichnen verwendet man am Besten erstmal einen weichen Bleistift. Den Bleistift kann man im Zweifelsfall immer nochmal wegradieren. Wenn Ihr auf dem Teppich zeichnet, solltet Ihr ein Brett oder eine dickere Pappe unterlegen, damit Ihr nicht beim Zeichnen das Papier beschädigt.
Bezeichnet immer Eure Schnitte! Schreibt bei mehrteiligen Schnittmustern den Namen des Kleidungsstückes (z.B.: Unterkleid) und den Namen des Schnittteils (z.B.: Ärmel) darauf.
Außerdem sollten wichtige Anmerkungen (z.B.: Stoffbruch, Schlitz, Falte) auf dem Schnittmuster vermerkt sein. Das erleichtert Euch später das Nacharbeiten. Wenn Ihr die Möglichkeit dazu habt, bewahrt größere Schnittmuster (Kleider, Mäntel usw.) gerollt auf. Es nervt tierisch, wenn man ein Teil zugeschnitten hat und merkt, dass es viel zu klein ist, weil die Falten im Schnittmuster sich hochgebogen haben. Kleinere Sachen werden am Besten so wenig wie möglich gefaltet und in Klarsichthüllen oder große Brifumschläge gesteckt. Auf die Hüllen oder Briefumschläge könnt Ihr auch gleich draufschreiben, um welchen Schnitt es sich handelt. Und immer daran denken: Die Schnittmuster sind aus Papier! Also sucht Euch einen Lagerplatz, der nicht zu heiß, aber auch nicht zu feucht ist. Wenn das Schnittmuster wegen der Feuchtigkeit anfängt zu schimmeln oder das Papier ansengt, weil es zu dicht an einer Lampe lag, ist das sehr ärgerlich. In so einem Schnittmuster steckt meistens eine Menge Arbeit. Die fertigen Gewänder würdet Ihr ja auch nicht zusammengeknüllt im Keller liegenlassen, oder?

Nähstiche und Nähte

Der wichtigste Stich ist der Gradstich. Das sollte bei der Nähmaschine die Grundeinstellung sein. Wenn ihr von Hand näht, müsst Ihr statt des Gradstiches einen Vorstich oder einen Steppstich benutzen.

Zum Versäubern der Nähte benutzen wir einen Zick-Zack-Stich. Das Versäubern ist notwendig, damit der Stoff nicht ausfranst, denn dann wird irgendwann die eigentliche Naht "ausreißen".

Das sind erstmal die Stiche, die wir brauchen. Viele Maschinen bieten außerdem noch Extra-Stiche, wie Stretchstiche, Overlockstiche, Zierstiche usw. Das ist erstmal nichts, was man unbedingt braucht, um die Anleitungen auf der Seite zu benutzen, aber heutzutage haben die meisten Maschinen zumindest einen Stretchstich serienmäßig. Wie die Stiche der Maschine eingestellt werden steht in der Bedienungsanleitung Eurer Nähmaschine. Ich kann dazu hier nicht viel sagen, weil ich ja nicht weiß, welche Maschine Ihr habt.

Für die verschiedenen Handstiche nehmt Ihr erstmal am Besten ein Handarbeitsbuch zum Einstieg.

Zuschnitt

Jetzt gehts ans Eingemachte: Das Zuschneiden! Der erste Schnitt erfordert oft Überwindung, vor allem bei teuren Stoffen, aber wenn Ihr ein gut überdachtes Schnittmuster angefertigt habt und beim Zuschneiden etwas acht gebt, kann garnicht mehr so viel schief gehen. Vor dem Zuschneiden sollten die Stoffe gewaschen werden. Die meisten Stoffe laufen noch etwas ein, färben aus oder sind bei der Herstellung chemisch behandelt worden. Das sollte vor der Verarbeitung rausgewaschen werden. Und wenn der Stoff einläuft, ist es besser er tut das als Stoffbahn, als später als maßgefertigtes Gewand. Wascht die Stoffe auf ihrer Höchsttemperatur (erkundigt Euch beim Verkäufer nach den "Waschanweisungen")! Dann ist es relativ sicher, dass sie später nicht noch weiter einlaufen. Wollstoffe sollten höchstens bei 30 Grad gewaschen werden.

Bügelt die Stoffe am Besten auch gleich. Das ist zwar eine Menge Arbeit, aber es schneidet sich besser auf glattem Stoff, als auf einer "Alpenlandschaft". Falten im Stoff können ziemliche Unregelmäßigkeiten in der Schnittkante ergeben.
Legt den Stoff glatt auf den Boden aus, aber verzieht den Stoff nicht! Am Besten beschwert Ihr die Kanten mit Gewichten (Briefbeschwerer, Aschenbecher ohne Kippen, größere, saubere Steine usw.). Achtet beim Zuschneiden auf Teppichboden darauf, nicht mit der Schere in den Florschlingen hängen zu bleiben. Legt das Schnittmuster glatt auf den Stoff, beschwert die Kanten mit Gewichten oder steckt den Schnitt mit Stecknadeln am Stoff fest. So kann das Schnittmuster nicht verrutschen. Bedenkt beim Aufzeichnen unbedingt die Nahtzugabe! Entweder gleich beim Schnittmuster mit einarbeiten (schreibt das dann aber auch auf den Schnitt) oder beim Übertragen auf den Stoff ein bis zwei Zentimeter (Säume ruhig 3-4 cm) neben der Kante aufzeichnen.

Achtet auf Eure Stoffschere! Schneidet damit wirklich nur Stoff, kein Papier oder womöglich Plastik. Auch kein Leder! Auf die Dauer beschädigt das die Schneide Eurer Schere und sie wird einzelne Fäden vielleicht nicht mehr erwischen. Hebt den Stoff nicht großartig an beim Zuschneiden. Schiebt die Schere vorsichtig unter dem Stoff weiter. Achtet bei feinen Stoffen darauf, dass die Spitze der Schere keine Fäden zieht!

Nähen

Hier lernt Ihr die Grundlagen, die Ihr für die ersten Gewänder braucht.

Anleitungen

Hier findet Ihr die Anleitungen und Schnittmuster.

Buchtipps

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